Mobilität und Verkehr

Ideale Erschliessung des geplanten Spitals (Visualisierung auf der Basis der Machbarkeitsstudie, Mai 2020)

Verkehrserschliessung

Der Standort im Brüggmoos ist bereits heute gut erschlossen. Der Spitalbetrieb und die vorgesehenen Nutzungen bedingen jedoch Optimierungen für alle Verkehrsträger; vom öffentlichen Verkehr (ÖV) über den motorisierten Individualverkehr bis hin zum Fuss- und Veloverkehr. Für den öffentlichen Verkehr ist ein dichterer Fahrplantakt angesagt, für den Fuss- und Veloverkehr entstehen neue Wege und Brücken. Beim motorisierten Individualverkehr kommen Lenkungsmassnahmen wie Fahrtenkontingente und Parkplatzbewirtschaftung zum Tragen. Das heute bestehende Fahrtenkontingent des Spitalzentrums Biel wird vorerst übernommen (SZB-Beaumont) und wird freiwillig auf 2’800 Fahrten für Personal, Kunden und Besucherverkehr beschränkt (statt 3’600 Fahrten).


Fuss- und Velobrücken über die Autobahn A6 und den Nidau-Büren-Kanal sind wichtige Voraussetzungen für die Erschliessung des Spitalneubaus.

Öffentlicher Verkehr

Der Perimeter des neuen Spitals weist zurzeit eine mittlere ÖV-Erschliessungsgüteklasse (Klasse C) auf. Mit dem Spitalneubau müssen die Verbindungen des öffentlichen Verkehrs zwingend verbessert werden (Taktverdichtung). Davon profitiert das ganze Brüggmoos.


Motorisierter Individualverkehr

Durch die Nähe der A5 und der A6 wird das neue Spital ideal an die Autobahn angeschlossen sein – ein wesentlicher Faktor für den Betrieb eines Zentrums- und Akutspitals.

  • Der motorisierte Individualverkehr wird über den bestehenden Zubringer (Anschluss Brügg) auf das übergeordnete Strassennetz geleitet.
  • Die Erbringung eines Teils der ambulanten Behandlungen im Gesundheitszentrum Medin am Bahnhof Biel (inkl. Walk-in-Klinik) lässt für das neue Spital tendenziell tiefere Fahrtenzahlen erwarten als heute.
  • Das Spital wird weiterhin mit einem Mobilitätskonzept die Strategie verfolgen, den motorisierten Individualverkehr mit Hilfe von Lenkungsmassnahmen wie Parkplatzbewirtschaftung, ÖV und Förderung des Velo- und Fussverkehrs auf ein Mindestmass zu begrenzen.

Fuss- und Veloverkehr

Das Fuss- und Velowegnetz im Gebiet weist heute noch Lücken auf – zum Beispiel bei der Autobahnüberführung Autostrasse A6. Dank der Arealentwicklung werden diese Lücken geschlossen. Das Spital wird mit neuen Wegen und Brücken für den Fuss- und Veloverkehr optimal zu erreichen sein.


Parkieren

Personenwagen

Im Spitalzentrum sind 500 bis 600 unterirdische Autoparkplätze vorgesehen. Im Sportpark (Infrastruktur für zahlreiche Sportarten) auf dem Gelände des ehemaligen EXPO-Parkplatzes sind rund 10 oberirdische sowie 50 bis 100 unterirdische Parkplätze geplant. Durch je nach Tageszeit und Wochentag wechselseitige Mitbenutzung der Parkplätze von Spital und Sportanlagen ist eine mögliche Reduktion der Anzahl Parkplätze denkbar. Im Erlenpark ist keine Parkierung geplant. Die Aussenparkplätze der heutigen Mehrzweckanlage werden aufgehoben.

Velos, Mofas und Motorräder

Beim Spitalzentrum ist mit einem Bedarf von 400 bis 600 Veloabstellplätzen zu rechnen; die Hälfte davon soll überdacht werden. Die 60 bis 80 Abstellplätze für Motorräder sind mehrheitlich in der Autoeinstellhalle geplant, der Rest oberirdisch vor dem Haupteingang für Besucherinnen und Besucher. Im Sportbereich sind 100 oberirdische Veloabstellplätze und rund 40 Abstellplätze für Motorräder vorgesehen. Im Erlenpark sollen 6 bis 8 Anlagen mit je 8 bis 10 Veloabstellplätzen entstehen; Motorräder sind im Park nicht zugelassen.