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Ihre Meinung interessiert uns / Fragen nehmen wir gerne entgegen

Faire und sachliche Beiträge werden gerne veröffentlicht, bei offengelegter Identität des Absenders.

13 Kommentare

  1. Sehr geehrte Damen und Herren
    Für mich ist zentral, dass die Umgebung des neuen Spitals möglichst naturnah gestaltet wird. Das heisst möglichst wenig versiegelte Böden, einheimische Baumarten, blühende Feucht- und Trockenwiesen statt Blumenrabatten, Mit-Einbezug des angrenzenden Gewässerraums. Dies sind entscheidende Kriterien, die bereits bei der Planung relevant sind.

    Christian Wittker, Biel

  2. Spitalneubau Brügg

    Grundsätzlich darf man nichts gegen einen Spitalneubau einwenden, weil dies ein Teil unserer Landesversorgung darstellt.
    Was uns ein wenig sauer aufstösst, ist wie der Steuerzahler und Bürger von Brügg nicht umfangreicher über Nachteile orientiert worden ist wie es in den eidgenössischen Abstimmungen auch der Fall ist. So ist es bedingt möglich sich eine objektive Meinung zu bilden für die zukünftige Abstimmung. Nach allen gelesenen Artikeln in der Zeitung und Studium des Prospekts der Mareili Geschichte und der Ausstellung Erle können wir uns immer noch keine überzeugende Meinung bilden, weil verschiedene Fragen für uns nicht beantwortet sind.
    Darum schreiben wir sie an dieser Stelle auf so hat der Stimmbürger vielleicht eine Chance sich eine nachhaltige Meinung zu bilden zum gesamten Projekt.
    Bis jetzt hat man nur Schlagworte wie „Aufwertung für Brügg“ oder „einmalige Chance“ oder „Versorgung vor der Haustüre“ gehört und die Kritiker hat man als „Nietenzähler“ oder „Haare in der Suppe suchende“ bezeichnet. Grundsätzlich ist jede Meinung wichtig finden wir, auch wenn sie einem nicht passt.
    Folgende Fragen beschäftigen uns für die Zukunft dieses Monsterprojekts:

    Gibt es zukünftig Einschränkungen für die umliegenden Industriebetriebe bezüglich Baugenehmigungen oder Lärmschutz/Luftreinhaltung in Bezug auf den Nachbar Spital?
    Kann ein Migros Center als Nachbar des Spitals noch am Morgen um 04.00 Uhr an seinen Rampen mit LKW`s beliefert werden oder geht das nicht mehr, weil man dann ein direkter Nachbar des Spitals ist, wo doch dort spezielle Lärmgesetze gelten in der näheren Umgebung?

    Können wir der Industrie im Brüggmoos noch einen attraktiven Standort bieten, weil die Industriefirmen der Gemeinde ja auch gute Steuern bezahlen?

    Haben wir als Gemeinde soviel Einfluss auf die Verkehrsplanung, so ist doch mit erheblichem Mehrverkehr zu rechnen zusätzlich zum Normalverkehr, der auch stark zunimmt oder zumindest nicht abnimmt (Westast Umfahrung keine Lösung in Sicht und Porttunnel dasselbe)?

    Wenn von gutem erreichbarem Standort des Spitals in Brügg gesprochen wird, setzt man dann auch die Priorität auf den schon jahrelangen dringenden Umbau von unserem Bahnhof, damit auch eine behinderte Person eine Chance hat das gut liegende Spital zu erreichen?

    Wird der Gesamt-Ambulanzstützpunkt auch nach Brügg verlegt?
    Wenn ja viel mehr Lärmbelästigung durch anfahrende und abfahrende Blaulichtfahrzeugen (Sirenenlärm).

    Sind Heliflüge wirklich so harmlos, obschon diese in den nächsten Jahren zunehmen, werden weil man auf der Strasse immer weniger vorwärtskommt?
    Bezüglich der Heliflüge muss festgestellt sein, dass es einen Unterschied macht, ob eine Maschine einen Überflug macht oder eine Landung oder Start, letztere beiden sind sehr viel lärmintensiver als ein Überflug.

    Die Aussage es geht ja am 25.4. jetzt erst um den Planungskredit, man kann dann immer noch nein sagen innerhalb der Jahre bis zur Neubauabstimmung ist sicher nicht richtig, weil die Spital AG sicher und nicht einfach so 1.55 Mio. Franken gibt, wenn es dann zu einem Nein kommen sollte. In diesem Fall müssten wir die bisherigen Planungskosten wahrscheinlich selber tragen, nehmen wir an. Also geht es ganz klar am 25.4. um ja oder nein zum Spitalneubau ohne Weg zurück.

    Abschliessend ist zu sagen, die Ausstellung in der Erle ist super aufwändig und schön gestaltet, ein Museum oder Bilderatelier könnten das nicht toppen und wir hoffen, dass ein paar Sachen so verwirklicht werden, wenn dann das Projekt von den hoffentlich überzeugten Stimmbürgern angenommen wird.

    Markus Riesen, Brügg
    Jonathan Meier, Brügg

    • Sehr geehrter Herr Meier
      Sehr geehrter Herr Riesen

      Baubewilligungen werden nur erteilt, wenn nachgewiesen ist, dass alle Umweltschutzbestimmungen eingehalten werden.
      Ein Projekt in dieser Grösse setzt immer eine Umweltverträglichkeitsprüfung voraus.
      Alle bestehenden Betriebe werden durch das Projekt nicht tangiert und können ihre Tätigkeiten wie gewohnt weiterführen .

      Freundliche Grüsse
      Martin Wüthrich, Bauverwalter

  3. Abstimmung vom 25.4.2021 über den Planungskredit von 1.55 Mio Franken für den Spitalneubau
    Biel-Brügg.

    Wir biegen ein in die Zielgerade der für die Gemeinde Brügg so wichtigen Abstimmung. Wohlverstanden nicht über den gesamten Spitalneubau sondern lediglich über den Planungskredit des Projekts.
    Nachdem Abklärungen ergeben haben, dass der Standort Brügg mit Abstand die besten Voraussetzungen für einen Spitalneubau bietet, erübrigen sich heute weitere Diskussionen über Alternativstandorte.
    Wer sich die die Mühe nahm, den über 80-seitigen Schlussbericht der Machbarkeitsstudie durchzugehen, konnte sich einen guten Ueberblick über die intensiven Arbeiten der qualifizierten Fachleute und unabhängigen Fachexperten in den verschiedenen Arbeitsgruppen der Gemeinde Brügg, des Kantons Bern sowie des Spitals Biel machen. Dabei zeigte es sich klar, dass dieses Projekt weit mehr als den Spitalneubau umfasst, es geht dabei um die ganzheitliche Gestaltung und Aufwertung des Industriegebietes Brüggmoos, der Ufergestaltung an der Aare, der Schaffung eines neuen Naherholungsgebiets Erlenpark sowie der ganzheitlichen verkehrstechnischen Erschliessung und Vernetzung des ganzen Gebietes. Auch das Quartier Erlen, ja der Bahnhof Brügg, werden damit aufgewertet. Ich zolle allen Beteiligten dieser Studie höchsten Respekt, welche die vielen Puzzleteile des komplexen, vielschichtigen Projekts zu einem Ganzen geformt haben.
    Klar ist, dass eine solche Studie nicht in allen Teilen mit den Ansichten von Bürgerinnen und Bürger übereinstimmen kann. Sie ist u.a. ja auch als Arbeitspapier gedacht, das nach der Genehmigung des Planungskredites als Grundlage für politische Entscheidungen und den weiteren Projektverlauf dienen soll.
    Kritische Beiträge, Argumente und konstruktive Meinungsäusserungen werden den Verantwortlichen in dieser Phase wertvolles Feedback bieten, um sich entsprechende Ueberlegungen zu machen oder mögliche Anpassungen im Projekt vorzunehmen und sind deshalb zielführender als das Projekt schon jetzt von Anfang an schlecht zu reden, nur um womöglich noch Stimmberechtigte zu beeinflussen. Fake-news gibt es scheinbar nicht nur in den Sozialen Medien.
    Wir sind erst am Anfang. Die Annahme des Planungskredits ist wegweisend für die Zukunft.
    Die Brüggerinnen und Brügger werden noch bei weiteren Abstimmungen Gelegenheit haben, ihre Meinung zu äussern, so z.B. beim Zonenplan.
    Ich fordere Euch alle auf, nach vorn zu schauen und die riesige Chance wahrzunehmen, die sich uns
    bietet. Wir haben es in der eigenen Hand, das Industriegebiet Brüggmoos nach unseren Vorstellungen aufzuwerten und mit dem Spitalneubau Projekte zu realisieren, die wir allein in den nächsten Jahren nie stemmen könnten. Schauen wir also nicht rückwärts und verlieren uns nicht in Details, sondern blicken wir in die Zukunft und denken an unsere junge Generation, an unser Dorf und seine Entwicklung – ich habe Vertrauen in unseren Gemeinderat und bin stolz, ein überzeugtes JA für das Spital in die Urne zu legen, auch wenn ich möglicherweise bei dessen Eröffnung nicht mehr dabei sein werde.

    Hanspeter Möri, Brügg

  4. Es reicht!

    Zuerst danke ich den kritischen Schreibern für ihre fundierten, erhellenden Beiträge. Es sind Informationen, die ich mir von politischer Seite vergeblich erhoffte.
    Meine Meinung ist weitgehend bekannt (s. auch mein Leserbrief auf dieser Seite).
    Warum ich trotzdem nicht anders kann, als mich nochmals zu melden:
    Was in der Zwischenzeit frei Haus geliefert wurde an Werbematerial für dieses Projekt, ist unzumutbar und erschüttert mein Verständnis von sachlicher Information und fairer Meinungsfindung. Es entlarvt auch definitiv das ganze Vorgehen als Alibiübung, die Abstimmung als Farce -, die Entscheidungen scheinen gefallen zu sein, und im nachhinein sollen sie wohl noch in einen demokratischen Deckmantel gehüllt werden.
    – Geschichte vom Mareili von Benedikt Loderer:
    Nur peinlich, beleidigt die Intelligenz der LeserInnen und die Würde der Gärtnerinnen und Gärtner. Der Abschnitt zu den Gärten ist besonders respektlos und demütigend, die Einleitung unter der Gürtellinie („Kinderquäler“ Schreber, welcher übrigens nicht Erfinder, sondern Namensgeber war, ihm zu Ehren so genannt, da er sich dafür einsetzte, dass Kinder draussen spielen und Sport treiben können, dies alles vor 150 Jahren…). Gewissensfrage: Wieviele Entscheidungsträger wären bereit, freien Zugang zu ihrem eigenen Garten zu gewähren?
    – Dorfnachrichten:
    Schwerpunkt auch auf Befürwortung/BefürworterInnen, löbliche Ausnahme die Herren Küffer und Pletscher, wie es scheint, die einzigen Weiterdenkenden weit und breit, gemeinsam mit Herrn Hanspeter Schneider (s. seine Einträge hier). Welche Einhelligkeit auch bei den Politikerinnen und Politikern! Wie wäre es gewesen, auch meine Meinung hier zu veröffentlichen, so als Stärkung der Gegenseite, einen gewissen Ausgleich anpeilend? Und warum werden die offenen Fragen von BürgerInnen oder PolitikerInnen nicht VOR weiteren Investitionen beantwortet?
    – Die Botschaft zur Abstimmung:
    Es ist die erste in meiner langen Karriere als Stimmbürgerin, wo kein einziger Kritik- oder Negativpunkt erwähnt wird, die Gegenargumente fehlen also, und die Botschaft ist auch unkorrekt und mangelhaft im Inhalt.
    Die Argumente für den Brügger Standort würden alle gleichermassen auch fürs Bözingenfeld zutreffen. Aber eine Machbarkeitsstudie wurde ja nicht im Vergleich mit einer Alternative erstellt, sondern ausschliesslich auf Brügg bezogen und fixiert.
    Gegen den Spitalneubau in Brügg zu sein, bedeutet nicht, gegen einen Spitalneubau an sich. In einem späteren Artikel am 23.2.21 („Natürlich gibt es einen Plan B“ – nach demjenigen „In den Köpfen ist es bereits gebaut“) korrigierte/äusserte sich ja der Verwaltungsratspräsident, Herr von Burg, noch dahingehend, dass es, entgegen der Aussage von Spitaldirektor, Herrn Kristian Schneider, durchaus einen Plan B gäbe, eben das Bözingenfeld (sogar einen Plan C – kein Neubau). Die erwähnte Verzögerung, falls Plan B, hinge schlicht damit zusammen, dass nicht auf diesen Standort hingearbeitet wurde. Aber nachdem leichtfertig fallengelassen, könnte er also wiederaufgenommen werden. Und, zur Erinnerung: Auch fürs Bözingenfeld gibt es Autobahnanschluss, und evtl. könnte sogar eine zusätzliche Bahnstation eingerichtet werden.
    Darüber wird in Brügg aber einfach geschwiegen. In der Abstimmungsbotschaft wird das so dargestellt, dass wir EinwohnerInnen und StimmbürgerInnen von Brügg dafür verantwortlich sind, ob die Region ein neues Spital bekommt oder nicht (!). Eine solche Falschinformation ist nicht nur unfair, sondern auch unzulässig.
    Nochmals zu den Auswirkungen, abgesehen von den durch Herrn Hanspeter Schneider erwähnten Helikopterflügen: Der weitere „bescheidene“ Mehrverkehr (O-Ton Gemeinderat) besteht aktuell in 2100 individuellen Fahrten pro Tag, und der eine Viertel Ambulanzen mit Sirene beträgt 36 Fahrten pro Tag (und Nacht!).
    Ausserdem hätten wir an der Aare eine jahrelange Baustelle und auch nachher nie mehr Ruhe, auch nicht am Feierabend oder Wochenende. Die „Drohung“ der Ansiedlung einer unkontrollierbaren, schmutzigen Industrie, anstelle des säubernden (ein schrecklicher Begriff, leider immer wieder verwendet), sauberen Spitals, ist leer, vage, unkonkret. Wie sich in der aktuellen Krise abzeichnet, ist es weitaus realistischer, dass die Fläche wie bisher leer bleibt, weitgehend der Natur überlassen -, und das kann ja nur als positiv bewertet werden.
    Nochmals mein Aufruf also (ich will es bis zuletzt versuchen): Bleiben wir bescheiden, aber wach, schätzen wir und tragen wir Sorge zu dem, was wir haben!

    Andrea Wittwer, Brügg

    • Guten Tag Frau Wittwer

      Die Machbarkeitsstudie, die der Gemeinderat in Absprache mit der SZB AG in Auftrag gegeben hat, dient den Fragen und Antworten zu den Auswirkungen der Ansiedlung des Spitals und zur Abklärung, welche Mehrwerte für die Bevölkerung von Brügg entstehen könnten. Stichworte dazu sind: Verkehr, Lärm, Natur, Naherholung und Vieles mehr. Die Machbarkeitsstudie hat für den Gemeinderat nicht den Zweck, Standorte gegen einander auszuspielen.

      Wäre im Zusammenhang mit der Autobahn-Umfahrung der Westast gebaut worden, hätten grosse Teile der freien Flächen im Brüggmoos über viele Jahre hinweg (wohl während ca. 20 Jahren) als Umschlags- und Baustelleninstallationsplätze dienen müssen. In dieser Zeit wären zahlreiche Camions über den Expo-Kreisel zwecks Umladen an- und Richtung Leuzigen wieder weggefahren. Weder Gewerbe- noch Industriebetriebe hätten sich während dieser sehr langen Zeit angesiedelt, kein zusätzlicher Steuerfranken wäre eingenommen und kein zusätzlicher Freiraum geschaffen worden.

      Nun, da der Westast in der Form des Ausführungsprojektes nicht gebaut wird, ist das Gebiet in der Erlen wieder frei. Der sogenannte Enteignungsbann des Bundes ist aufgehoben worden.

      Die Stimmberechtigen von Brügg haben die Wahl:
      Entweder wir füllen das bestehende Bauland mit Industrie- und Gewerbebetrieben auf (insofern seitens Firmen überhaupt Interesse bestünde), schaffen damit Arbeitsplätze und generieren Steuereinnahmen – oder aber wir siedeln das Spital an, schaffen damit krisensichere Arbeitsplätze und Einmaleinnahmen, die dem durchschnittlichen Steuerbetrag während ca. 30 Jahren einer gleich grossen Unternehmung entsprechen, und schaffen zudem für die Natur und den Menschen sehr zeitnah sowie nachhaltig mehr Raum und Freizeit-Möglichkeiten.

      Fragen nach einer allfälligen Neuorganisation der Familiengärten, den festzulegenden Richtlinien für Helikopterflüge, der genauen Dauer der Bauarbeiten (vier oder fünf Jahre), etc., lassen sich – insofern am 25. April dem durch die SZB AG finanzierten Planungskredit zugestimmt wird – in der zweijährigen Planungsphase seriös und fundiert abklären und können alsdann gegenüber der Bevölkerung transparent kommuniziert werden.

      Freundliche Grüsse
      Gemeinderat Brügg

    • Ich kann die Aussagen und Einwände von Frau Wittwer nur unterstützen. Herr Pletscher hat treffend beschrieben was für Ihn eine Machbarkeitsstudie ist.“ Eine Machbarkeitsstudie ist für mich eine Studie, die mir sagt, was ich machen muss, damit ich machen kann, was ich will!“ Aber genau diese Machbarkeitsstudie will man, wie es auf einer Tafel bei der Freiluftausstellung bei der MZA geschrieben ist, als Leitinstrument der weiteren Planungsschritte verwenden.
      All das Werbematerial zu diesem Projekt, wo wir frei Haus geliefert bekommen haben, ist eine unisono gestimmte Partitur und für jedes gute Orchester unspielbar. Selbst das von B. Loderer verfasste Libretto ist durchgefallen. Es ist eine unzumutbare Zukunftsgeschichte. Ab Seite 13 dieser Broschüre, werden Aussagen wiederholt, die man schon im Flyer “ Spitalneubau Biel – Brügg, Brügg i Zuekunft“ lesen konnte. Auch der Inhalt der Statements der Brügger – Gemeinderäte brachten keine neuen Erkenntnisse. Die Aussage vom Aegerter – Gemeindepräsidenten Jörg Supersaxo haben mich hellhörig gemacht. Er stand dem Spitalprojekt lange Zeit skeptisch gegenüber. Er konnte das Ganze nicht einschätzen, ihm fehlten die nötigen Informationen. Inzwischen hatte er an einer Führung bei der Ausstellung in der Erlen teil – genommen und sich informieren lassen. Aus Aegertersicht, ist für Ihn. die vorgesehene, neue Velobrücke durch den neuen Uferpark über die Aare, ein sehr positives Element. „Somit können wir das Brüggcenter mit dem Fahrrad, losgelöst vom Autoverkehr erreichen.“ ( Seine Worte ) Inzwischen ist auch das Stimmmaterial, fristgerecht eingetroffen.. Wie schon erwähnt, ist die beigelegte Botschaft zur Abstimmung auch für mich unbrauchbar, denn sie enthält keinen einzigen kritischen Punkt und ist nur PRO gerichtet.
      Abschliessend habe ich eine Frage:
      “ WARUM müssen wir Brügger über einen Planungsktedit abstimmen, wenn er doch voll und ganz von der Spital AG Biel bezahlt wird?

      Hans Küffer, Brügg

      • Guten Tag Herr Küffer
        Zu Ihrer Frage betreffend Notwendigkeit der Volksabstimmung über den Planungskredit: Dieses Vorgehen innerhalb des Projektes Spitalneubau wird durch das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung AGR vorgegeben.
        Freundliche Grüsse
        Beat Heuer, Gemeindeschreiber

  5. Spitalneubau zu jedem Preis?

    Es sind sich glaub alle einig, dass es einen neuen Standort für das Spital Biel braucht. Beim geeigneten Standort hingegen sind die Meinungen geteilt.
    Nun wurde erst diesen Winter durch eine Studie des schweizerischen Nationalfonds von Swiss TPH und der Empa festgestellt, dass bereits eine einzige kurzfristige nächtliche Flugbewegung reicht um Herz-Kreislauf Todesfälle auszulösen. Dies wurde in einer Studie um den Flughafen Zürich gezeigt, wo von 23 Uhr bis morgens 6 Uhr sogar gar keine Flugbewegungen möglich sind (Swisstph.ch / News). Der Rettungshelikopter wird aber 7×24 h landen und starten müssen und quasi vor den Fenstern einiger Brügger Quartiere aber auch von angrenzenden Gemeinden wie Biel, Nidau, Port und Aegerten. Es gab schon Wochen, wo er bis zu drei Mal in der Nacht fliegen musste, Tendenz sicher nicht abnehmend. Mit der oben genannten Studie steht nun fest: die nächtlichen Helikopterflüge werden in der Umgebung Todesfälle verursachen.

    Vor diesem Hintergrund ist zuerst die Standortwahl neu zu beurteilen. Ein Standortentscheid für ein Spital wird für Generationen gefällt, kostet den Steuerzahler viele Millionen und kann kaum mehr rückgängig gemacht werden. Deshalb ist hier über die Bücher zu gehen und sind alternative Standorte einer erweiterten und genaueren Prüfung, unter Berücksichtigung der neuesten Erkenntnisse, zu unterziehen. Gemäss einem früheren Leserbrief hat die Spital AG aber das Land im Bözingenfeld bereits weiterverkauft. Einfach nur dilettantisch oder politisches Kalkül um den Druck auf Brügg weiter zu erhöhen? Wenn keine Alternative mehr zur Verfügung steht, wieso noch eine sogenannte Volksabstimmung in Brügg?

    Bei nüchterner Betrachtung verblassen die überschaubaren aber gut aufbereiteten Vorteile für Brügg (z.B. gute medizinische Versorgung, dabei ist die Klinik Linde lediglich 400 m weiter vom Dorfzentrum entfernt als der anvisierte Standort oder Neuzuzüger; werden die Spitalangestellten für die kurze Strecke von Biel nach Brügg zügeln?) und die Nachteile (Mehrverkehr, Lärm, Flugverkehr in der Nacht, zusätzliche Todesfälle, Lasten für die Gemeinde etc.) wiegen schwerer als in der marketingmässig sehr schön aufbereiteten Broschüre, welche an alle Haushalte verteilt wurde.

    Hanspeter Schneider, Brügg

    • Guten Tag Herr Schneider

      Danke für Ihren Kommentar. Wir haben Verständnis für Ängste rund um Fluglärm. Gerne nutzen wir die Gelegenheit, um Ihnen hierzu einige Zusatzinformationen zu geben.

      Es handelt sich bei den ausgeführten Flügen neben dringlichen Notfällen vorwiegend um Transferflüge. Wenn medizinisch dringendst erforderlich, werden Patienten von unserer Intensivstation per Helikopter in eine Universitätsklinik überführt, manchmal werden Patienten auch nach Biel verlegt. Grundsätzlich werden Flugbewegungen auf das notwendige Minimum reduziert. An diesem Vorgehen würden wir nichts ändern.

      Das Spital wird durchschnittlich 1 x pro Woche tagsüber von einem Helikopter angeflogen, in der Nacht ca. 1 x pro Monat; im Jahr 2020 waren es total 10 Nachtflüge. Bisher werden die Flüge vom Bieler Beaumont-Quartier via Brügg nach Bern durchgeführt (nach einem Anflug z.B. von der Rega-Basis 3 Belpmoos). Inskünftig würden zwar die Landungen und Starts in der Brügger Industriezone stattfinden, jedoch keine Überflüge mehr über das Wohngebiet der Gemeinde.

      Dass im Brüggmoos weiterhin Helikopterflüge im Zusammenhang mit dem Spital stattfinden werden, liegt in der Natur der Sache, und wir verstehen, dass Sie sich deswegen Sorgen machen. Wir können Ihnen versichern, wir nehmen Ihr Anliegen sehr ernst, und es ist nicht unsere Absicht, irgendetwas zu beschönigen – wir versuchen nur, das Thema in ein richtiges Verhältnis zu setzen.

      In der von Ihnen erwähnten Studie des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts haben die Wissenschaftler den Effekt von „airplane-noise at night“ (nächtlichem Lärm von Flugzeugen) im Umfeld eines i n t e r n a t i o n a l e n F l u g h a f e n s analysiert. Es gibt unseres Wissens keine Studie über die Wirkung vereinzelter nächtlicher Helikopterflüge. Wir erlauben uns jedoch zu interpretieren, dass die Lärmbelastung nicht als gleichermassen problematisch einzuordnen ist.

      Zur Standortwahl: Der Standort Brüggmoos hat unsere Anforderungen eindeutig am besten erfüllt. In Sachen Lage und Erschliessung sowie landschaftlicher Attraktivität schneidet er am besten ab.

      Unter anderen wurde auch ein Standort im Bözingenfeld ernsthaft evaluiert. Er hat sich verkehrstechnisch (z.B. Zufahrtsstrasse) und planerisch aber klar als weniger gut erwiesen. Zudem ist das Land im Bözingenfeld eine Fruchtfolgefläche (für den Ackerbau vorgesehen). Eine Umzonung in eine Baulandzone würde wesentlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als die Umzonung der heutigen Industriezone im Brüggmoos in eine Spitalzone. Ein solcher Zeitverlust (d.h. konkret jedes zusätzliche Jahr im Beaumont) hätte für das Spital auch finanziell bedeutende negative Auswirkungen.

      Über eigenes Land hat die Spitalzentrum Biel AG im Bözingenfeld nie verfügt.

      Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen zu dienen.

      Freundliche Grüsse,

      Marie-Pierre Fauchère
      Leiterin Kommunikation Spitalzentrum Biel AG

      • Guten Tag Frau Fauchère

        Danke für ihre Antworten. Ich erlaube mir dazu eine Präzisierung. Wer in die zitierte Studie eintaucht, sieht, dass eben gerade eine einzige nächtliche Flugbewegung reicht, um das Leben der Anwohner zu gefährden. Daher spielt es keine Rolle, ob es ein internationaler Flughafen mit Nachtflugverbot ist oder lediglich eine nächtliche Flugbewegung pro Jahr. Beides kann zu akuten Todesfällen führen.
        Daher ist es besonders wichtig, diesen Aspekt zu berücksichtigen. Es kann ja nicht sein, dass das Leben derjenigen im Helikopter gerettet, das der Anwohner aber gleichzeitig gefährdet wird. Hier sind Lösungen zu finden, welche beiden Ansprüchen gerecht werden.

        Hanspeter Schneider, Brügg

  6. Ich durfte für die „Dorfnachrichten“, die Ende März erscheinen werden, die VertreterInnen der Ortsparteien und der Burgergemeinde befragen. Dabei habe ich viel gelernt: Vorteile der Spitalplanung wie gut geplante Gestaltung und Überbauung, Freizeitanlagen, Neugestaltung des Aareufers, Aufwertung für Brügg, usw., wurden mehrfach erwähnt. Aber es wurden auch Bedenken geäussert, vor allem der Mehrverkehr auf der Autostrasse und die Infrastrukturen für Neuzuzüger sind hinterfragt.
    Ich denke, dass der Gemeinderat und die Verwaltung für Brügg bis jetzt gut verhandelt und gearbeitet hat. Wichtig ist, dass wir uns vor der Abstimmung Zeit nehmen, uns zu orientieren und zu informieren. Die Mittel dafür sind vorhanden.
    Ich bin positiv.

    Hugo Fuchs, Brügg

  7. Liebe Brüggerinnen, liebe Brügger
    bald müssen ( dürfen ) wir über einen Projektierungskredit für einen Spitalneubau in Brügg abstimmen. Über das Vorhaben wurde schon viel geschrieben. Es wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Was dabei herausgekommen ist, können wir in der Broschüre, die in alle Haushalte verteilt worden ist nachlesen. Es besteht aber auch die Möglichkeit sich für eine Führung bei der “ Freiluftausstellung bei der MZA Erlen anzumelden. Ich habe gestern an einer solchen Führung mitgemacht.
    Seit bald 70 Jahren bin ich in Brügg zu Hause. Darum ist mir eine GESUNDE Weiterentwicklung des Dorfes wichtig. Die Spital AG Biel hat sich für den Standort Brüggmoos entschieden und die Brügger – Behörden kontaktiert..
    Es geht um sehr viel. Für die Region kann es eine Chance sein, doch in Brügg wird sich sehr viel verändern und ob all die hochgepriesenen Vorteile eintreffen werden darf man in Frage stellen.
    An der Führung habe ich gemerkt, dass die Behörden von Brügg ihre Hausaufgaben wahrgenommen haben und nach der Anfrage von der Spital AG, die Machbarkeit abgeklärt haben.
    Jetzt hoffe ich, dass ich mit der Botschaft zur Urnenabstimmung noch mehr Informationen erhalten werde, um meine persönliche Meinung zu bilden, um dann hoffentlich richtig abstimmen zu können.

    Hans Küffer, Brügg

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